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Das Burnout-Syndrom

Einleitung

Photo: ABDA

Menschen mit einem Burnout-Syndrom sind wortwörtlich ausgebrannt und erschöpft. Burnout ist ein Prozess physischer und seelischer Erschöpfung, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt. Im Gegensatz zur Depression wird ein Burnout-Syndrom meist durch die Arbeit verursacht und von einigen Experten auch rein auf das Berufliche beschränkt. Burnout-Betroffene sind zwar müde, weil die Kraft weg ist, verhalten sich jedoch häufig nervös und unruhig. Aufgrund übermäßiger emotionaler Belastung geht den Betroffenen zunehmend Energie verloren.

Der Burnout-Prozess wird von Experten in verschiedene Phasen eingeteilt.

Schleichende Entwicklung

Die ersten Phasen sind geprägt von Aggression und Aktivität. Diese Anfangszeit kann sich zwar über einen sehr langen Zeitraum ziehen, wird aber von Betroffenen nicht als solche wahrgenommen, weil sie keinen Leidensdruck hervorruft. Ganz im Gegenteil: Die Betroffenen sind leistungsfähig und fühlen sich unentbehrlich. Sie habe hohe Anforderungen an sich selbst und eventuell auch an Mitarbeiter.

Im weiteren Verlauf nimmt die Leistungsfähigkeit über die folgenden Phasen ab und die Unzufriedenheit wächst. Burnout-Betroffene haben zunehmend das Gefühl, keine Zeit zu haben, erledigen ihre Aufgaben zum Teil mangelhaft. Sie fühlen sich austauschbar und verhalten sich distanziert, werden passiv und verlieren das Interesse.

In der Endphase des Burnout-Prozesses leiden viele unter Hoffnungslosigkeit und Panikattacken. Oftmals spielt in dieser Zeit auch Sucht eine große Rolle. Erst dann ist der Leidensdruck häufig so groß, dass sich Betroffene Hilfe suchen.

Die Ursachen des Burnout-Syndroms

Beim Burnout-Syndrom werden die auslösenden Faktoren meist im Beruf gesucht. Zu diesen beruflichen Faktoren zählen mangelnder Respekt, Vertrauensverlust, Überlastung und zu wenig Lohn und Anerkennung. Ergänzt werden diese Umstände oft durch innere Faktoren wie z. B. zu große Erwartungen an sich selbst, Perfektionismus und der Zweifel an kommunikativen Fähigkeiten. Bislang gibt es noch keine repräsentative Studie über die Verteilung von Burnout.

Befragungen innerhalb einzelner Berufsgruppen haben jedoch ergeben, dass 30 bis 35 Prozent aller Lehrer in Deutschland, 40 bis 60 Prozent der Pflegekräfte und 15 bis 20 Prozent der Ärzte an einem Burnout leiden. Aber auch eine lang andauernde familiäre Belastung kann in Einzelfällen zu einem Burnout führen.

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