Hubertus Apotheke Beratung

Ernährungsempfehlungen bei Darmmykosen

Immer wieder kann es zu sogenannten Pilzinfektionen im Mund und Rachenraum oder im Magen-Darmtrakt kommen. Die Ärzte leiten zur Behandlung in der Regel eine medikamentöse Thearpie ein. Pilze brauchen für ihr Wachstum und die Ausbildung von Pathogenitätsfaktoren jedoch in erster Linie Kohlenhydrate, vor allem lieben sie Zucker. Während einer Therapie von Hefepilzinfektionen des Verdauungskanals sollen daher bevorzugt Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an faserreichen, pflanzlichen Ballaststoffen auf dem Speiseplan stehen, da diese über die Stabilisierung der physiologischen Darmflora zur Steigerung der Abwehrkräfte und damit zur Beseitigung der Pilze beitragen. Das Team der Hubertus-Apotheke möchte Ihnen zur Unterstützung einer Therapie von Hefepilzinfektionen im Mund und Magendarmtrakt die folgenden Ernährungsrichtlinien ans Herz legen:

Zu meiden sind:
Zucker, Süßigkeiten wie Bonbons, Schokolade, Konfekt, Eis, zuckerhaltige Speisen und Brotaufstriche (Honig, Konfitüre), Gebäck und Konditoreiwaren. Weißmehlprodukte wie helle Brotsorten, Brötchen, Toast und Teigwaren. Süßes Obst, Trockenfrüchte und Kompott. Limonade, Cola, Obst und Traubensäfte, Bier und süßer Wein, Liköre.

Besonders zu empfehlen sind:
Alle Gemüse, z.B. rohe und gekochte Wurzel-, Kohl- und Blattgemüse, Spargel, Blattsalate, Tomaten, Gurken, Sauerkraut roh und gekocht, Hülsenfrüchte, Speisepilze, Zwiebeln, Knoblauch, Gartenkräuter, Zitronen.

Erlaubt sind:
Fleisch von Geflügel, Wild, Kaninchen, Lamm, Rind und Schwein, Wurstwaren ohne Zuckerzusatz, Fisch und Schalentiere, nicht angedickter Bratensaft, klare Brühe, Eier, Käse und andere Milchprodukte, alle Fette, Salz, Gewürze; Kaffee, Tee, Mineralwasser, Milch, trockene Weine, trockener Sekt, Gemüsesäfte ohne Zuckerzusatz; es darf nur mit kohlenhydralfreien Süßstoffen (z.B. Saccharin, Cyclamat) gesüßt werden.
In mäßigem Umfang Kartoffeln, ungeschälter Reis, Roggenvollkornbrot oder Knäckebrot.
 

Vorschläge für einen Tagesplan:
Die Portionen sollen knapp bemessen, hinsichtlich der Gemüsebeilage aber reichlich sein. Die Tagesrationen auf 5-7 Mahlzeiten zu verteilen, ist besser als nur auf 3.

  • Frühmorgens: 2-3 Eßlöffel Sauerkraut, kleingeschnitten, oder 2-3 Eßlöffel Weizenkleie in reichlich warmem Wasser oder warmer Milch.
  • 1. Frühstück: 1 Scheibe Knäckebrot oder Roggenvollkornbrot, nach Belieben Butter, Käse, Ei, Wurst, Joghurt, zuckerfreie Getränke wie Kaffee, Tee oder Milch.
  • 2. Frühstück: Tomate, Gurke, Rote Bete, Quark, Dickmilch, Buttermilch oder Molke.
  • Mittagessen: Fleisch oder Fisch. Kartoffeln bis 200 g in beliebiger Zubereitungsform. Dazu Salat oder Gemüse in abwechslungsreicher Form. Salatteller gern zu Beginn der Mahlzeit. Mineralwasser, trockener Wein, Kaffee.
  • Zur Kaffeepause: Kaffee, Tee, 1 Scheibe Knäckebrot oder Roggenvollkornbrot, Quark, Tomate.
  • Abendessen: (nicht zu spät, mindestens 3 - 4 Stunden vor dem Schlafengehen) Großer Salatteller oder Gemüse, 1-2 Scheiben Knäckebrot oder Roggenvollkornbrot, Wurst, Fleisch, Fisch, Ei oder Käse, Butter oder Margarine, zuckerfreie Getränke.
  • Unter Umständen zur Nacht: Etwas Käse, Kefir, Buttermilch, Kümmeltee.

Erlauben Sie uns zum Schluß noch ein paar Ratschläge zur Hygiene:
Unterwäsche, Waschlappen, Handtücher u.a. Hygieneartikel des täglichen Bedarfs können Brutstätten für Pilze sein. Sie sollen während der Therapie häufig und auch anschließend in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Zahnbürsten und Zahnprothesen sind täglich zu desinfizieren, da auch sie von Pilzen besiedelt werden. Kariöse Zähne, Zahnstein, Zahnfleischtaschen und ähnliche Zahnerkrankungen sollten vom Zahnarzt saniert werden!


 

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