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Diabetes mellitus - Diabetes Formen

Diabetes Formen

Im Allgemeinen werden zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes, häufig auch als "jugendlicher Diabetes" (juveniler Diabetes) bezeichnet, und Typ-2-Diabetes, der im Volksmund auch "Altersdiabetes" genannt wird.

Genauer betrachtet lassen sich noch weitere Differenzierungen vornehmen. Danach wird der Typ-2-Diabetes je nach Körpergewicht weiter unterteilt in Typ-2a bei normalgewichtigen Personen und Typ-2b bei Übergewicht. Darüber hinaus existieren der sogenannte" sekundärer Diabetes", sowie der vorübergehende, aber gefürchtete "Schwangerschafts-Diabetes".
 

Typ-1-Diabetes oder "juveniler Diabetes"

Beim Typ-1-Diabetiker herrschet ein "absoluter Insulinmangel". Aufgrund einer Autoimmunerkrankung liegt eine weitgehende Zerstörung der Insulin produzierenden B-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse vor. Die Folge ist ein völliger Verlust der körpereigenen Hormonproduktion, eine Substitution des lebenswichtigen Hormons zur Kontrolle des Zuckerstoffwechsels ist unumgänglich.

Als Ursache des Typ-1-Diabetes kommen drei Hauptfaktoren in Frage:

  1. eine Fehlsteuerung des Immunsystems
  2. Umweltfaktoren
  3. erbliche Belastung

Vom Typ-1-Diabetes betroffen sind vorwiegend normalgewichtige, schlanke Kinder und Jugendliche ("juveniler Diabetes"). Die Stoffwechselstörung kann jedoch auch in späteren Lebensphasen jederzeit auftreten. Entwickelt sich ein solcher Diabetes durch immunologische Prozesse erst im Erwachsenenalter ohne bestehendes Übergewicht, so spricht man vom "spät beginnenden Typ-1-Diabetes". Auch hier ist in der Regel eine sofortige Insulinpflicht zu erwarten.
 

Typ-2-Diabetes oder "Altersdiabetes"

Von den in Deutschland lebenden Diabetikern zählen etwa 95% zu den Typ-2-Diabetikern. Während bis vor einigen Jahren der Typ-2-Diabetes aufgrund nachlassender Leistungsfähigkeit des Pankreas eine typische "Alterserscheinung" war, von der Kinder und Jugendliche weitgehend verschont blieben, verschiebt sich der Zeitpunkt des in Zeiten immer dicker werdender Kinder aufgrund mangelnder körperlicher Aktivität gepaart mit unausgewogener Ernährung immer stärker hin zum jüngeren Lebensalter. Die ursprüngliche Bezeichnung "Altersdiabetes" hat deshalb heute zutage kaum noch Berechtigung und man sollte strenggenommen nur von Typ-2-Diabetes sprechen. Sowohl die steigende Lebenserwartung als auch die Tendenz zur Gewichtszunahme sind Hauptgründe für das weitere Ansteigen der Zahl der Typ-2-Diabetiker in der Zukunft.

Im Gegensatz zum juvenilen Typ-1-Diabetes spielt beim Typ-2-Diabetes die zum Diabetes disponierende Erbanlage eine weitaus grössere Rolle. Geschwister von Erkrankten bekommen in 20 bis 40% und Kinder mit einem diabetischen Elternteil in 25 bis 50% im Laufe ihres Lebens einen Typ-2-Diabetes. Ob diese erbliche Belastung jedoch tatsächlich sichtbar wird, hängt stark ab von Umweltbedingungen und der Lebensweise der Betroffenen. Darunter fallen Übergewicht, unausgewogene Ernährung, mangelnde physische Aktivität und Stress-Geschehen. Die dominierende Rolle des Lebensstandards ist daran erkennbar, dass zwischen 80 und 90% der "Altersdiabetiker" übergewichtig sind. Daher auch die Bezeichnung des Typ-2-Diabetes als "Wohlstandskrankheit" in westlichen Industrienationen mit hohem Lebensstandard.
 

Schwangerschaftsdiabetes

Beim Schwangerschaftsdiabetes oder "Gestationsdiabetes" handelt es sich um eine Blutzuckererhöhung, die durch die Schwangerschaft bedingt ist und nach der Entbindung zurückgeht. Er tritt bei fast 4% der Schwangerschaften auf, insbesondere bei Frauen über 30 Jahren oder mit familiärer Belastung durch Altersdiabetes.

Um einen Schwangerschaftsdiabetes im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen aufdecken zu können, sollte zu verschiedenen Zeitpunkten im Verlauf der Schwangerschaft ein so genannter "Suchtest" durchgeführt werden. Dabei wird der Schwangeren erstmalig zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche eine Lösung mit 50g Glucose verabreicht und der Blutzucker nach einer Stunde bestimmt. Der Test ist negativ bei Werten unter 140mg/dl und sollte trotzdem zu einem späteren Zeitpunkt, zwischen der 32. und der 34. Woche, wiederholt werden, um einen eventuell später auftretenden Diabetes auch zu erfassen.

Wird ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert, gelten die gleichen Risiken und folglich die gleichen strengen Zielvorgaben für den Zuckerstoffwechsel wie bei schwangeren Typ-1-Diabetikerinnen. Unter Umständen ist eine kurzfristige Therapie mit Insulin einzuleiten wenn diätetische Massnahmen nicht ausreichen.

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