Hubertus Apotheke Beratung

Diabetes mellitus - Folgen eines Insulinmangels

Hyperglykämie - Folgen eines Insulinmangels

Bei den Auswirkungen eines Insulinmangels durch Diabetes mellitus muss man zwischen den akuten Symptomen eines stark erhöhten Blutzuckerspiegels (Hyperglykämie) und den Langzeitkomplikationen durch dauerhafte oder immer wieder auftretende Blutzuckerspitzen unterscheiden.
 

Akute Komplikationen

Liegt ein akut stark erhöhter Blutzucker von über 200mg/dl aufgrund mangelnder Insulinfreisetzung oder -wirkung vor, kann es zu dramatischen Akutsymptomen kommen. Der hohe Glucosegehalt im Blut kann durch die Niere nicht mehr ausreichend gefiltert werden, die sogenannte "Nierenschwelle" für Glucose (oberhalb von 160 mg/dl) wird überschritten und der Zucker erscheint im Urin. Daher rührt auch die Bezeichnung "Diabetes mellitus" = süss schmeckender Harn, welcher eine wichtige Rolle bei der Diagnostik des Diabetes spielt. Eine vermehrte Ausscheidung von Zucker bewirkt aber gleichzeitig einen erhöhten Verlust von Wasser, was im Extremfall zu einer "Austrocknung" des Organismus führen kann.

Gleichzeitig fehlt den Körperzellen und Organen die Glucose aus dem Blut als Energielieferant, da sie diese ohne Insulin nicht aufnehmen können. Sie müssen sich ihren "Brennstoff" aus anderen Quellen holen.

Durch den verstärkten Abbau von Fetten und Proteinen fallen grosse Mengen saurer Abbauprodukte, beispielsweise freie Fettsäuren und sogenannte Ketonkörper wie Aceton neben Aminosäuren an, welche zu einer lebensgefährlichen Übersäuerung (Acidose) führen können. Der typische Acetongeruch aus dem Mund überzuckerter Diabetiker ist deshalb ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Wird die Hyperglykämie nicht früh genug erkannt, kann es zum gefürchteten "Diabetischen Koma" kommen.
 

Diabetische Langzeitfolgen

Abzugrenzen von den oben beschriebenen Akutsymptomen sind die diabetischen Langzeitkomplikationen durch ständig erhöhte Blutzuckerwerte oder, schlimmer noch, immer wieder auftretende Blutzuckerspitzen aufgrund eines schlecht eingestellten Diabetes mellitus.

Besonders hervorzuheben sind die Gefässkrankheiten (Angiopathien), die im Wesentlichen auf eine, durch die hohen Blutzuckerkonzentrationen hervorgerufene, unkontrollierte Veränderung von Proteinen der Gefässwände mit Arteriosklerose zurückzuführen sind. Die Folge sind massive Durchblutungsstörungen, welche auf Dauer weitere Komplikationen nach sich ziehen.

Diabetische Nervenerkrankungen (Neuropathien) sind neben den o.a. Angiopathien weitere Folgeerkrankungen eines anhaltend schlecht eingestellten Diabetes mellitus. Sie treten bei mehr als jedem dritten Diabetiker auf und sind verantwortlich für zum Teil schwerwiegende und unangenehme Beschwerden wie z.B. dem diabetischen Fuß. Die Symptome der Neuropathien stellen sich erst im Laufe der Zeit ein, die Nervenschädigung beginnt jedoch häufig schon in frühen Phasen der Erkrankung. Auch hier ist eine möglichst frühe Diagnose durch spezielle Nervenuntersuchungen und eine langfristig gute Diabeteseinstellung oberste Priorität, um vermeidbare Komplikationen abzuwenden.

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