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Diabetes mellitus - Diagnose

Diabetes mellitus - Diagnose

Erste Verdachtssymptome, die besonders auf einen Diabetes mellitus Typ 1 hinweisen, sind starker Durst, viel Harn, Gewichtsverlust, Mattigkeit, Entzündungen und Juckreiz. Der Typ-2-Diabetes hingegen bleibt häufig über viele Jahre nach seiner Manifestation symptomlos und wird häufig eher zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung identifiziert. Da er in der Mehrzahl der Fälle in engem Zusammenhang zum Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und höherem Alter steht, sollte deshalb beim Vorhandensein dieser Risikofaktoren möglichst in halb- bis einjährlichen Rhythmus eine Kontrolluntersuchung erfolgen.

Die Diagnose eines Diabetes beruht auf mehrfach bestimmten Blutzuckerwerten von über 120 mg/dl sowie der Ausscheidung von Harnzucker. Allerdings beginnt die Ausscheidung von Harn im Urin erst nach Überschreiten einer sogenannten Nierenschwelle, die bei etwa 160 mg/dl liegt. Daneben weisen Nüchternblutzucker zwischen 100 bis 120mg/dl sowie Werte oberhalb von 200mg/dl zwei Stunden nach Beginn einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit auf eine mögliche Erkrankung hin.

Zur endgültigen Absicherung der Diagnose eignet sich ein "oraler Glucose-Toleranztest", bei dem der Patient 75g in Wasser gelösten Traubenzucker vom Arzt zu trinken erhält und in der Folge die Verläufe seiner Blutglucose- und Insulinspiegel erfasst werden.

Zur Beurteilung der Stoffwechsellage nach Diagnose eines Diabetes mellitus dient neben der punktuellen, nur für den Moment aussagekräftigen Blutzuckermessung vor allem der HbA1c-Wert. Er ist als sogenannter "Langzeitmarker" des Blutglucosespiegels der vergangenen 120 Tage zu verstehen. Es handelt sich dabei um verzuckerte Eiweissbestandteile des Hämoglobins der roten Blutkörperchen, welche eine Lebensdauer von 120 Tagen besitzen. Je nach Intensität und Dauer der einwirkenden Blutzuckerspiegel in diesem Zeitraum fallen die HbA1c-Werte höher oder niedriger aus. Der Arzt kann durch die Bestimmung dieses Werts als "Blutzuckergedächtnis" vergangene Blutzuckerspitzen nachweisen und die Therapietreue des Patienten auch längerfristig zurückverfolgen. Als HbA1c-Normwert gilt etwa 6,5%.

Es muss allerdings auf zwei Probleme dieser Wertermittlung hingewiesen werden, die seine Aussagekräftigkeit einschränken. Der HbA1c-Normbereich ist stets abhängig von der Art der Bestimmungsmethode und vom jeweiligen Labor. Darüber hinaus ist mit dem HbA1c-Wert nur ein Mittelwert der vergangenen 120 Tage verfügbar. Das bedeutet, dass unter Umständen stark hypoglykämische Phasen einerseits und stark hyperglykämische Phasen andererseits im Endeffekt bei der Bestimmung als Mittelwert einen "gesunden" HbA1c-Wert vortäuschen, während der Patient in Wahrheit unter starken Stoffwechselentgleisungen leidet.

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