Hubertus Apotheke Beratung

So kommen Diabetiker-Füße gut durch den Sommer

Sommer, Sonne und Urlaub - was für die meisten unbeschwertes Vergnügen bedeutet, kann für Zuckerkranke schnell gefährlich werden. Zwar ist körperliche Aktivität für Diabetiker wichtig, weil sie hilft den Zuckerspiegel zu senken und das bei Typ 2-Diabetikern auftretende Übergewicht abzubauen.

Doch Ballspiele am Strand, Schwimmen oder Barfußlaufen in Sandalen erhöhen zugleich das Risiko für Fußverletzungen die bei Zuckerkranken aufgrund der gestörten Mikrozirkulation oder bereits vorliegenden Nervenschädigungen zu Geschwüren bis hin zur Amputation führen können.

Nachfolgend fünf wichtige Tipps aus der Hubertus-Apotheke, die Diabetikern helfen sollen, den Sommer unbeschwert zu genießen:
  1. Achten Sie insbesondere in den Sommermonaten auf einen konstanten Blutzuckerspiegel (maximal 126 mg/dI), den Sie regelmäßig kontrollieren. Körperliche Bewegung und ein individuell zusammengestellter Ernährungsplan helfen dabei.
  2. Diabetiker sollten nie barfuß laufen, auch nicht in der Wohnung. Selbst das Anstoßen mit dem Zeh an einen Tisch kann zu einem Fußgeschwür führen, wenn die Wunde nicht richtig abheilt. Am Strand besteht die Gefahr, dass Muschelschalen, Glas oder Holzstückchen in die Fußsohle eindringen und schwere Infektionen auslösen. Für Diabetiker mit einer Schädigung der feinen Nervenenden (Neuropathie) ist zudem das Barfußlaufen auf heißem Asphalt tabu.
  3. Seien Sie kritisch beim Kauf neuer Schuhe. Sie sollten perfekt passen und weder zu groß noch zu klein sein, da es sonst leicht zu Blasen und Hornhautbildung kommt. Da Wärme und körperliche Bewegung die Füße anschwellen lassen, Schuhe am besten am Abend kaufen.
  4. Kontrollieren Sie Ihre Füße im Sommer täglich - am besten vor dem Anziehen der Schuhe und nach dem Ausziehen. Wer nicht so beweglich ist, sollte hierzu einen Vergrößerungsspiegel benutzen. Überprüfen sie hierbei vor allem den Bereich zwischen den Zehen und an der Ferse. Untersuchen Sie regelmäßig auch Ihre Schuhe nach Fremdkörpern, die drücken können. Selbst ein kleiner Kieselstein oder etwas Sand kann ein Geschwür verursachen, wenn die Verletzung nicht sofort behandelt wird.
  5. Suchen Sie regelmäßig die medizinische Fußpflege auf. Während der warmen Sommermonate neigen die Füße vermehrt zu Pilzerkrankungen oder Hornschwielen. Obwohl es zahlreiche Mittel zur Eigenbehandlung gibt, sollten Sie an etwaigen Hautveränderungen nicht selbst "herumdoktern", sondern dies einer professionellen Fußpflegerin überlassen. Wichtig: Bei auffälligen Stellen oder nicht heilenden Wunden immer einen Hautarzt aufsuchen.

Übrigens - seit kurzem ist mit neuropad® der erste Selbsttest zur Früherkennung des diabetischen Fuß-Syndroms erhältlich. Gerne informieren wir Sie zu diesem Thema auch in der Apotheke.
 

Das Team der Hubertus-Apotheke wünscht Ihnen einen unbeschwerten Sommer!


 

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