Hubertus Apotheke Beratung

Kopflausbefall - Fakten und Tipps

Erfolgsgarantie durch kombinierte Therapie

Die optimale Behandlung des Kopflausbefalls besteht in der Kombination mechanischer, chemischer und physikalischer Wirkprinzipien. In Deutschland sind zur Kopflausbehandlung zugelassen:

  1. chemische Arzneimittel mit läusetötenden Wirkstoffen (Jacutin N Spray®, Infecto Pedicul®, Goldgeist forte®)
    Deren Vorteil ist eine 90%ige Erfolgsrate bei sachgemäßer Anwendung.
  2. physikalisch wirkende Medizinprodukte auf Kokosöl- oder Dimeticonbasis, die durch Verklebung der Atmungsorgane gegen Läuse und Nissen wirken (Aesculo Gel®, Mosquito Läuse Shampoo®, Etopril Lösung®, Nyda L Lösung®, Paranix Spray®)
    Vorteile hier: bisher keine Resistenzen beobachtet; keine Hautreizung; bei Kleinkindern anwendbar.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt folgendes Therapieschema:

  • Tag 1: Behandlung mit einem Insektizid, anschließend gründlich nass auskämmen. Unglücklicherweise kann es hierbei zur unzureichenden Abtötung aller Eier abhängig vom jeweiligen Mittel und dessen Anwendung kommen. Die Folge ist ein mögliches Nachschlüpfen überlebender Eier. Eine Wiederholung der Behandlung nach 9-10 Tagen ist daher unumgänglich!
  • Tag 5: Erneut nass auskämmen, um früh geschlüpfte Larven zu entfernen.
  • Tag 8,9 oder 10: Erneute Anwendung eines Insektizids, um spät geschlüpfte Larven abzutöten.
  • Tag 13: Kontrolle durch nasses Auskämmen.
  • Tag 17: Ggf. letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen.

Eine korrekte Anwendung der Präparate gemäß Herstellerangaben ist oberstes Gebot für den Therapieerfolg! Die am häufigsten zu beobachtenden Fehlerquellen sind Folgende:

  • Einwirkzeit zu kurz
  • Auftragungsmenge des Insektizids zu gering
  • Ungleichmäßige Verteilung auf der Kopfhaut
  • Verdünnungseffekt durch triefend nasses Haar
  • Unterlassen der Wiederholungsbehandlung!
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