Hubertus Apotheke Beratung

Obstipation (Verstopfung)

Therapeutische Grundregeln bei Obstipation

Bei leichteren Formen der Obstipation sollte erstes Ziel stets die Umstellung der Lebensgewohnheiten sein.

An erster Stelle steht dabei eine Umstellung der Ernährung mit reichlichem Verzehr von Faser- beziehungsweise Ballaststoffen. Unterschieden werden lösliche Ballaststoffe, vorwiegend enthalten in Hülsenfrüchten und Rohkost wie Obst und Gemüse sowie nicht lösliche Ballaststoffe in Vollkorn- und Getreideprodukten. Auch eingeweichte Trockenpflaumen, Sauerkraut oder Sauerkrautsaft wirken in manchen Fällen Wunder.

Ballaststoffe sind zur Vorbeugung oder Besserung der Darmträgheit oder chronischen Verstopfung zu empfehlen. Sie haben ein starkes Wasserbindungsvermögen, vergrössern damit auf natürliche Weise den Darminhalt und bewirken eine Zunahme der Stuhlmenge mit weicherer Konsistenz. Folgen einer ballaststoffreichen Kost sind u.a.:

  • schnellere Passage des Magen-Darm-Traktes
  • stärkerer Dehnungs- und Entleerungsreiz durch höheren Druck des Darminhalts auf den Schliessmuskel
  • Abbau der unverdauten Ballaststoffe durch Milchsäurebakterien im Dickdarm (Milchsäuregärung), wobei leicht laxierend wirkende Abbauprodukte in Form von Zuckern und kurzkettigen Säuren freigesetzt werden

Es muss aber beachtet werden, dass Ballaststoffe als natürliche Verdauungshilfen nicht von jedem Betroffenen gut vertragen werden. Es kann besonders zu Anfang zu Leibschmerzen und verstärktem Meteorismus mit Blähungen und Völlegefühl durch gebildete Gase kommen. Deshalb ist eine einschleichende Umstellung der Ernährungsgewohnheiten von besonderer Bedeutung. Auch ist es falsch, Ballaststoffe als Allheilmittel bei Verstopfung zu bezeichnen, da sie bei einer Reihe von Patienten zunächst keine Verbesserung der Symptome herbeiführen können.

Obstipation - Ursachen

Einleitung

Symptome

Formen und Ursachen

Therapeutische Grundregeln

Umstellung der Lebensgewohnheiten

 


 

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