Hubertus Apotheke Beratung

Obstipation (Verstopfung)

Umstellung der Lebensgewohnheiten

Bei der Ernährungsumstellung muss unbedingt auch eine entsprechende Anpassung der Flüssigkeitsaufnahme berücksichtigt werden, damit die Bildung eines geschmeidigen Darminhalts ermöglicht wird. Bleibt die Zufuhr zusätzlicher Flüssigkeit (ein Viertel Liter je Einnahme) trotz Ballast- oder auch Quellstoffzufuhr aus, kann es zu einem Einstrom körpereigener Flüssigkeit aus Geweben und Organen über die Darmschleimhaut in den Darmraum kommen. Die Folge ist ein Verlust essentieller, in den Körperflüssigkeiten gelöster Elektrolyte und Mineralstoffe über den Stuhl. Darüber hinaus können die unverdaulichen Nahrungsbestandteile ohne ausreichend Flüssigkeitszufuhr nicht quellen, sondern verhärten im Darm durch Austrocknung. Sie werden nicht mehr weiter transportiert, der Darm wird noch träger und die Verstopfung verstärkt sich zunehmend.

Die tägliche Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwässern, Säften oder Tees sollte insgesamt mindestens zwei Liter betragen. Besonders mit steigendem Alter nimmt das Wasserbindevermögen der Haut stetig ab, sodass zunehmend mehr Flüssigkeit über die Haut neben Harn und Stuhl verloren geht.

Eine weitere wichtige Massnahme zur Vorbeugung oder Bekämpfung einer chronischen Obstipation ist ausreichende Bewegung. Körperliche Aktivitäten wie Spazieren, Joggen, Radfahren und Schwimmen sind wirksame und gesunde unterstützende Massnahmen bei akuter und chronischer Verstopfung. Sie regen die Darmtätigkeit und den geregelten Stuhlgang an und fördern das allgemeine Wohlbefinden.

Physikalische Methoden wie morgendliche sanfte Massagen der Bauchdecke im Uhrzeigersinn sowie spezielle Gymnastikübungen können in vielen Fällen eine hilfreiche Unterstützung sein. Oft wirkt auch ein Glas kaltes Wasser morgens auf nüchternen Magen Wunder.

Wichtig ist, dass der Stuhlgang nie unterdrückt wird, um die Sensibilität des Entleerungsreflexes aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus kann versucht werden, den Darm "zur Pünktlichkeit zu erziehen", indem zu regelmässigen Zeiten eine Stuhlentleerung versucht wird, auch ohne dass ein Drang zu spüren ist. In jedem Fall ist bei der Therapie einer chronischen Verstopfung mittels Umstellung der Lebensgewohnheiten eine umfassende ärztliche und ernährungstherapeutische Beratung, eventuell auch eine psychologische Beratung sinnvoll, da die Veränderung jahrelang eingeübter Verhaltensmuster oft nicht leicht gelingt.

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Umstellung der Lebensgewohnheiten

 


 

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