Hubertus Apotheke Beratung

Brechmittel oder Potenzpille


Erektionsstörungen - ein Thema über das man nicht gerne spricht.

Therapie und neue Therapieansätze

Verschiedene Methoden stehen heute den Betroffenen zur Verfügung.

Die Therapiepalette reicht von einer Schwellkörperinjektion direkt in den Penis ( z.B.Caverject und Viridal) bis hin zu den direkt in die Harnröhre einzuführenden Therapeutika (z.B.Muse). Es gibt auch Vakuumserektionshilfen, hydraulische Penisprothesen und Möglichkeiten anderer chirurgischer Eingriffe.

Da diese Verfahren nicht immer einfach zu handhaben sind, wird von den Patienten die Tabletteneinnahme am besten akzeptiert.

Bei denen zur Zeit sich auf dem Markt befindlichen Substanzen unterscheidet man diese in Initiatoren (sie haben eine erektionsauslösende Wirkung) und Konditionierer (sie verbessern die Bedingungen für eine Erektion).

Das seit langem bekannte Yohimbin zählt zu den peripher angreifenden Konditionierern. Es muß aber regelmäßig eingenommen werden und wirkt auch nicht bei allen Patienten. Mit der Einführung des Medikamentes Viagra® begann eine neues Zeitalter der ED-Behandlung. Es gehört ebenfalls zu den peripher wirkenden Konditionierern und ist nur wirksam, wenn gleichzeitig eine sexuelle Stimulation vorliegt.

Der Wirkstoff vom Viagra® - Sildafenil - hat einen ähnlichen Wirkungsmechanismuß wie eine Reihe blutdrucksenkender Arzneimittel. Diese Besonderheit begründet auch die Verschreibungspflicht und somit die Überwachung durch den Arzt. Unkontrollierte Anwendungen von Viagra® sind häufig die Ursache für die tödlich verlaufenen Komplikationen. Letztendlich sind dies Folgen der Wechselwirkungen von Arzneimitteln.

Neue Therapieansätze brachte der Wirkstoff Apomorphin. Er hat wenig mit Morphin zu tun und wurde früher als Brechmittel bei Vergiftungen eingesetzt. Man muß wissen, dass viele Arzneistoffe mehrere Wirkkomponenten haben, so auch Apomorphin. Es besitzt außer der emetischen Wirkung, in geringen Mengen eingenommen, eine erektionsstimulierende Wirkung und entfaltete diese besonders, wenn die Substanz über die Mundschleimhaut (sublingual) aufgenommen wird. Der Wirkungsmechanismus ist völlig anders als bei Viagra®. Das Apomorphin hat eine zentrale Initiatorfunktion in den für die Erektion verantwortlichen Regionen des zentralen Nervensystems. Vor kurzem wurde Apomorphin als Lutschtablette unter dem Handelsnamen Ixense® bzw. Uprima® zur Behandlung von Erektionsstörungen zugelassen.

Einleitung

Ursachen

Therapieansätze

Viagra® vs. Ixense®

 


 

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