Hubertus Apotheke Beratung

Warnung vor Medikamenten aus dem Internet
WHO schlägt Alarm - Arzneimittel besser aus der Apotheke


Foto: ABDA

Düsseldorf. Die Apotheker in Nordrhein warnen vor dem Kauf von Arzneimitteln, die aus dubiosen Quellen stammen. Sie verweisen auf aktuelle Untersuchungen zur Sicherheit von Arzneimitteln im Internet. So schlägt unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO Alarm: Immer mehr Arzneimittelfälschungen überschwemmen den Markt. Experten der Vereinten Nationen haben zudem festgestellt, dass der Missbrauch von Medikamenten dramatisch zunimmt. Dazu gehören auch Arzneimittel, die normalerweise rezeptpflichtig sind. Die daraus resultierende Forderung der Experten: Die Kontrolle muss verschärft werden.

"Aus Verbraucherschutzgründen sollte der Versandhandel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln komplett verboten werden", sagt Martin Katzenbach, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Denn eine Arzneimittelbestellung außerhalb des Sicherheitssystems der Apotheke vor Ort könne für die Patienten gefährliche Folgen haben. Die Gefahren durch missbräuchlich angewandte Arzneimittel oder Arzneimittelfälschungen seien groß. "Im schlimmsten Fall droht Lebensgefahr, im harmlosesten bleibt die Wirkung komplett aus."

Dass die Warnungen ernst zu nehmen sind, bestätigt auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus Bonn. Das Institut verweist auf eine Studie des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL) über Internetanbieter. Das ZL testete dabei den Kauf von Propecia, einem Mittel gegen hormonbedingten Haarausfall. Ein großer Teil der Anbieter stellte sich dabei als unseriös heraus. "Viele lieferten gefälschte oder überteuerte Ware beziehungsweise buchten den Geldbetrag von der Kreditkarte ab, ohne überhaupt etwas zu liefern", berichtet Katzenbach über das Ergebnis des Tests. Damit nicht genug: Das Internationale Drogenkontrollgremium (INCB) der Vereinten Nationen rechnet damit, dass der Missbrauch von Medikamenten künftig zu mehr Todesfällen führen wird als der Drogenkonsum und die WHO schätzt, dass die Hälfte aller in Entwicklungsländern vertriebenen Arzneimittel gefälscht sei. Eine Tendenz, die bald auch in Europa zu spüren sein soll, so die Weltgesundheitsorganisation.

Weiterführende Informationen finden Sie unter den folgenden Adressen
www.who.int
www.zentrallabor.com
www.bfarm.de
oder Sie sprechen uns direkt an - Ihr Team der Hubertus-Apotheke


 

alle Beratungsthemen