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Wechseljahre sind keine Krankheit

Wechseljahrsbeschwerden
Photo Scharper&Brümmer

Der weibliche Zyklus ist ein sehr fein abgestimmter Regelkreislauf. Bei der Frau bilden seit Beginn der Pubertät die Eierstöcke weibliche Geschlechtshormone - Östrogene und Gestagene.
Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr stellen die Eierstöcke ihre Tätigkeit langsam ein. Sie werden kleiner und reduzieren die Hormonproduktion. Der Zyklus wird unregelmäßiger bis er schließlich ganz ausbleibt. Die Wechseljahre stellen das Ende der Fruchtbarkeit dar - nicht jedoch das Ende der Weiblichkeit!

Die unangenehmen Symptome wie Hitzewallungen, Gereiztheit, Depressionen, Schwindel, Gewichtszunahme und Herzrasen lassen sich alle auf den Rückgang des Östrogenspiegels zurückführen. Außerdem kann der Östrogenmangel verantwortlich für eine Verschlechterung der Knochenstruktur, der Hauttrockenheit und dem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sein, also schlimmstenfalls für Herzinfarkt und Schlaganfall. Hier handelt es sich um langsam einschleichende Prozesse. Umso wichtiger ist Vorbeugung!

Die wirksamste Möglichkeit die Symptome der Wechseljahre schnell zu lindern und den Risiken vorzubeugen ist die Hormonersatztherapie. Viele Frauen scheuen sich aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen Hormone zu nehmen. Mit der Hormonbehandlung wird dem Körper lediglich wieder zugeführt, was er vorher selbst in ausreichender Menge hergestellt hatte. In der vergangenen Zeit hat sich insbesondere eine Diskussion um Brustkrebs entwickelt. Doch sind sich die Frauenärzte weitgehend einig: Die Hormonersatztherapie erhöht bei einer Einnahme von weniger als fünf Jahren das Brustkrebsrisiko nicht. Grundsätzlich sollte während einer Hormonbehandlung regelmäßig eine Krebsvorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen durchgeführt werden.

Mittlerweile sind verschiedene Präparate und Darreichungsformen auf dem Markt, z. B. Tabletten, Spritzen, Pflaster und Gele. Es gibt Präparate als Einzelsubstanzen und als Kombinationen. Wichtig ist, daß jede Frau eine differenzierte, individualisierte Therapie zusammengestellt bekommt. Ist der Hormonhaushalt wieder richtig ausbalanciert, sind die Beschwerden meist wie weggeblasen.

Bei leichteren Beschwerden oder zur Unterstützung gibt es verschiedene alternative Behandlungsmöglichkeiten. So haben sich z. B. Präparate mit Traubensilberkerzenextrakt bewährt. Auch Vitamine, eine gute Ernährung, Entspannung und viel Bewegung haben einen guten Effekt auf den weiblichen Körper in diesen Jahren.


 

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