Hubertus Apotheke Beratung

Tipps zur Pollenallergie (Teil I)

Allergien - Wovon reden wir eigentlich?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers auf die Blütenpollen verschiedener Pflanzen. Das sollte eigentlich nicht so sein. An sich sollte dieses hochspezifische System krankmachende Keime (Pilze, Bakterien, Viren) aus unserem Körper fernhalten und eingedrungene Krankheitserreger vernichten. Bei einer Allergie reagiert es nun auf gleiche Weise auf völlig harmlose Stoffe, zum Beispiel Blütenpollen, Tierhaare, Nahrungsmittel und viele mehr. Da diese Stoffe immer in sehr großer Anzahl auftreten (eine einzige Roggenähre produziert zum Beispiel mehr als vier Millionen Pollen), kämpft das Immunsystem mit großer Härte gegen den vermeintlich gefährlichen, in Überzahl angreifenden Feind. Dadurch kommt es zu den bekannten Symptomen wie Naselaufen, Augenbrennen, aber auch zu asthmatischen Anfällen.

 

Warum "Pollenallergien"

Pollen-Allergiker reagieren nicht auf Pollen im allgemeinen, sondern auf den Blütenstaub jeweils verschiedener Pflanzengattungen. So reagieren etwa die Hälfte aller Pollenallergiker auf Gräser, etwa ein Fünftel nur auf Baumpollen. Ein weiteres Fünftel reagiert auf Baum- und Gräserpollen. Nur etwa jeder zehnte Allergiker reagiert auf den Blütenstaub von Blumen oder Kräutern.

 

Die Verbreitung:

Pollen dienen der Verbreitung der produzierenden Pflanze und werden von Insekten und vom Wind transportiert. Die windbestäubenden Pflanzen haben ihre Pollen so leicht konzipiert, dass sie bei "günstigen" Bedingungen bis über 400 km weit getragen werden können. Das Einzige, was sich ihnen erfolgreich entgegenstellen kann, sind Regenschauer. Während eines kräftigen Regens wird der Blütenstaub, der sich in der Luft befindet, auf den Boden gespült und kann dann, bis er schließlich wieder trocknet, dem Allergiker nicht mehr gefährlich werden. Wann die für Sie gefährlichen Pflanzen ihre Blütezeit haben entnehmen Sie am Besten einem Pollenflugkalender.

 

Auf der folgenden Seite (Teil 2) erfahren Sie, was Sie als Allergiker/in tun können, um sich besser zu fühlen!


 

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