ASAT = GOT

 

Die ASAT (Aspartat-Aminotransferase) ist ein Enzym mit besonders hoher Aktivität in Leber, Herzmuskel, Skelettmuskel und Gehirn. Sie ist für die Diagnose bzw. Früherkennung von Lebererkrankungen von großer Bedeutung. Bei akuter Leberentzündung (Hepatitis) steigt die ASAT bereits vor Auftreten der Gelbsucht kräftig an. Der Gipfel wird in der 1. bis 2. Krankheitswoche erreicht; bei komplikationslosem Verlauf sinkt die Enzymaktivität nach vier bis acht Wochen in den Normbereich. 

Beim Herzinfarkt kommt es regelmäßig in den ersten 48 Stunden zu einem 5 -10-fachem Anstieg der ASAT. Nach drei Tagen hat sich der Wert wieder normalisiert. Es besteht sogar eine gewisse Beziehung zwischen der Ausdehnung des minderdurchbluteten Herzgewebes und dem ASAT-Anstieg. Beim Herzinfarkt wird die ASAT gern in Kombination mit einem weiteren Enzym, der Creatinase bestimmt; beide Enzyme müssen erhöht sein. U = Unit und ist eine Maßeinheit für die Aktivität von Enzymen. 

Normbereiche:  
Männer  6 bis 19 U/l  
Frauen  6 bis 15 U/l  

Erhöhung der ASAT bei: 

Erkrankung von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse, Herzinfarkt, Muskelerkrankungen, Schock, Lungenembolie nach großen operativen Eingriffen (wegen Muskelzerstörung) 

Arzneimittel:

    • Schmerzmittel (Paracetamol) 
    • Fiebersenkende Mittel (Antipyretika)
    • Rheumamedikamente 
    • Schlaf-, Beruhigungsmittel, Antidepressiva 
    • Epilepsie-Medikamente (Chlorpromazin) 
    • Antibiotika, Pilzmittel, 
    • Krebsmedikamente (Chemotherapeutika) 

Index Laborwerte


 
 
 

 
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