Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

 

Die Blutsenkungsgeschwindigkeit, genauer die Blutkörperchen-Senkungs-Geschwindigkeit (BSG), gibt an, in welchem Maße sich die roten Blutkörperchen in einem Gefäß zusammenlagern und auf den Boden sinken. Beim Gesunden ist dieses Phänomen nur gering ausgeprägt, da sich benachbarte Erythrozyten (aufgrund negativer Ladung) normalerweise abstoßen und somit im Blutplasma in der Schwebe halten. Bei manchen Erkrankungen aber haften sich Eiweißmoleküle an die Oberfläche der roten Blutkörperchen und sinken mit ihnen zu Boden.

Normbereich für die erste Stunde: 
Männer unter 15 mm/Stunde (unter 50 Jahre)  
unter 20 mm/Stunde (über 50 Jahre)  
Frauen unter 20 mm/Stunde (unter 50 Jahre) 
unter 30 mm/Stunde (über 50 Jahre) 
  

Beschleunigung der BSG: 

  • Akute und chronische Entzündungen 
  • Vor der Periodenblutung, in der Schwangerschaft 
  • Eiweißmangel 
  • Anämie 
  • Kontrazeptiva ("Pille") 

Wichtig bei erhöhter BSG: 

  • Frühestens 24 Stunden nach Beginn einer Entzündungsreaktion kommt es zu einem Anstieg der BSG.
  • Der Abfall erfolgt nach 96 bis 144 Stunden. 
  • Eine normale BSG schließt nichtentzündliche Organerkrankungen nicht aus! 
  • Eine erhöhte BSG kann nur ein Hinweis für eine vorhandene Erkrankung sein. Sie ist nie allein beweisend. 

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