Creatinin

 

Creatinin entsteht bei Muskelarbeit durch Abbau der Energiespeicher Creatin und Creatininphosphat. Die Creatininmenge ist daher abhängig von der Muskelmasse und der Muskelarbeit. Creatinin wird fast vollständig über die Nieren ausgeschieden. Wenn man von exzessiver Fleischzufuhr absieht, ist der Creatininspiegel im Blut nahrungsunabhänigig und steht in Verbindung mit der Filterfunktion der Nieren. 

Die Creatininspiegel steigen erst an, wenn mehr als 50 Prozent der Nierenfilter "arbeitsunfähig" sind. Daher dient dieser Laborwert als Maß für eine zunehmende Nierenfunktionsstörung. So wird bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion die Dosis von Arzneimitteln, die über die Nieren ausgeschieden werden, mit Hilfe der Creatinin-Bestimmung festgelegt und kontrolliert. 

Normbereich:          0,7 - 1,5 mg/dl 

Erhöhung von Creatinin im Blut: 

  • akutes und chronisches Nierenversagen
  • im fortgeschrittenen Stadium des Diabetes mellitus
  • bei stark verminderter Nierendurchblutung 
  • Verbrennungen 
  • Muskelerkrankungen 
  • Arzneimittel/Gifte: 
    • Schmerzmittel (Analgetika)
    • Entzündungshemmer (Antiphlogistika) 
    • Antibiotika 
    • Entwässerungsmittel (Diuretika) 
    • Krebsmedikamente (Zytostatika) 

Fehlerquellen: 

  • bei hohem Blutzucker und diabetischen Koma sind die Werte zu hoch. 
  • bei verminderter Muskelmasse (Kinder, Frauen, schmächtige ältere Menschen) ist der Creatinin-Wert erniedrigt. 
  • bei Muskelverletzungen sind die Werte leicht erhöht. 

Index Laborwerte


 
 
 

 
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