Eisen

 

Veränderungen des Eisenstoffwechsels beruhen auf Mangelerscheinungen und Verteilungsstörungen. Eisenmangel gilt als weltweit häufigster ernährungsbedingter Mangelzustand. In westlichen Ländern ist er - in schwerer Form - infolge des gesteigerten Ernährungsbewußtsein eher ungewöhnlich. 

Jedoch haben 50 Prozent der gebärfähigen Frauen einen versteckten (latenten) Eisenmangel (für Schwangere trifft dies zu 90 Prozent zu); einen offensichtlichen, erkennbaren (manifesten) Mangel zeigen 15 Prozent der Frauen (Schwangere ohne Eisenprophylaxe: 30 Prozent). Allerdings gilt es zu beachten, daß niedrige Eisenwerte nicht zwingend gleichbedeutend mit einem Eisenmangel sind. Dafür sind spezielle Zusatzuntersuchungen durch den Arzt erforderlich. 

Der Eisenspiegel im Blut unterliegt einem ausgeprägten Zirkadianen, also immer wiederkehrenden Rhythmus, (Minimum nachts um 4.00 Uhr und Maximum zwischen 12 und 16.00 Uhr). Mit zunehmendem Alter sinkt der Spiegel signifikant ab, bei geriatrischen Patienten liegt der obere Normbereich etwa 20 Prozent niedriger. 

Normbereich:
Frauen 8 - 25 µmol/l (45 - 140 µg/dl)  
Männer 9 - 28 µmol/l (50 - 156 µg/dl)  
 
Verminderung des Eisens bei: 

  • mangelnder Zufuhr: 
    Der normale Eisenbedarf liegt bei einem Milligramm pro Tag, Frauen im gebärfähigem Alter benötigen die doppelte, Schwangere die vierfache Menge.
  • nach Magen-Darm-Entfernungen 
  • Blutungen (gynäkologisch, versteckt im Stuhl) 
  • bei Blutspendern 
  • nach Blutwäsche (Dialyse) 
  • chronischen Entzündungen
  • Krebserkrankungen 
  • nach Myokardinfarkt 

Erhöhung des Eisens bei: 

  • akuter Leberentzündung (Hepatitis)
  • Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) 
  • Folsäuremangel, Vitamin-B12-Mangel
  • Bleivergiftung 
  • Porphyrie (Stoffwechselerkrankungen)

Index Laborwerte


 
 
 

 
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