GGT

 

Die Gamma-Glutamyl-Transferase (GGT) ist ein Enzym, das sich auf der Zelloberfläche einiger Organe "eingenistet" hat: in der Bauchspeicheldrüse, in der Leber, aber auch in den Nieren. Unter bestimmten Bedingungen wird die GGT von der Zelloberfläche in das Blutplasma abgespült.  

Normbereich:  
Männer  6 - 28 U/l  
Frauen  4 - 18 U/l  

Erhöhung der GGT bei:  

  • Erkrankungen der Leber und Gallenwege  

Die Erhöhung der GGT ist eines der empfindlichsten Zeichen für eine Leber-Gallenerkrankung! 
Dies gilt vor allem für Erkrankungen, die zu einem Rückstau von Gallensäuren in das Lebergewebe führen (Entzündungen, Steine, Tumoren). 

  • Herzerkrankungen 

Nach Herzinfarkt steigt die GGT langsam an und erreicht ihren Gipfel am Ende der ersten Woche. Erhöhte GGT-Werte kommen auch bei mehr als 50 Prozent der Patienten mit Koronarer Herzkrankheit vor. 

  • Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen 
  • Verbrennungen 
  • Diabetes mellitus 
  • Hypertonie (insbesondere wenn sie mit einer Fettstoffwechselstörung verbunden ist) 
  • Gefäß- und Tumorerkrankungen im Gehirn 
  • Arzneimittel/Gifte 
  • Alkohol 

In zahlreichen Untersuchungen wurde belegt, daß die Erhöhung der GGT mit der täglich aufgenommenen Menge Alkohol korreliert. Bei einer Alkohol-Entziehungskur sinkt die GGT bei den meisten Patienten innerhalb von zwei Wochen um die Hälfte ab und erreicht nach fünf Wochen nahezu normale Werte. 
 

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