Glucose-Zucker

 

Das am längsten bekannte und das häufig zuerst festgestellte Zeichen für eine Diabetes ist die Ausscheidung von Zucker (Glucose) im Harn. Die Harnzucker-Bestimmung ist somit die wichtigste Methode zur Fahndung nach unerkannten Diabetikern. 

Mit besonderem Risiko behaftet sind Personen mit: 

  • Übergewicht 
  • Fettstoffwechselstörungen 
  • Gicht 
  • Bluthochdruck (Hypertonie) 
  • Durchblutungsstörungen 
  • Leber- und Gallenerkrankungen 
  • chronischen Harn- und Atemwegserkrankungen 
  • chronischen Hautaffektionen 
  • familiärem Diabetes 

Vorsicht! Sind die Nieren durch den Diabetes bereits geschädigt, findet man selbst bei Blutzuckerwerten von über 200 mg/dl noch keine Glucose im Urin.  
Daher schließt das Fehlen von Harnzucker nicht generell eine manifeste Stoffwechselstörung aus. 

Der Zuckernachweis im Urin kann nach dem "Alles-oder Nichts-Gesetz" (qualitativ) und durch genaue Bestimmung der Menge (quantitativ) erfolgen. Die quantitative Analyse dient dem Arzt zur Therapieüberwachung; die qualitative Bestimmung wird als Diabetessuchtest und zur Stoffwechsel-Selbstkontrolle durch den Patienten eingesetzt. Dazu werden fast ausschließlich Teststreifen verwendet, welche die normale Glucoseausscheidung (im Mittel 15 mg/dl) unberücksichtigt lassen. Der Harnzucker bleibt nämlich nahezu unverändert, solange der Blutzucker nicht den Wert von 180 mg/dl übersteigt; ab dieser Schwelle steigt die Glucoseausscheidung im Urin überproportional an. 

Harnzucker läßt sich aber nicht nur bei Diabetikern nachweisen, sondern auch: 

  • während der Schwangerschaft 
  • nach kohlenhydratreicher Mahlzeit 
  • wenn die Nierenfunktion unter 30 Prozent sinkt 

Läßt sich Glucose im Harn bei normalen (!) Blutzuckerwerten nachweisen, liegt wahrscheinlich eine Nierenstörung vor. 
 

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