Harnstoff

 

Harnstoff ist ein Endprodukt des Eiweißstoffwechsels und wird in der Leber gebildet. Die Harnstoff-Konzentration im Blut hängt im wesentlichen von drei Faktoren ab:  
1)  der täglichen Eiweißzufuhr  
2)  dem Ernährungszustand (Abmagerung)  
3)  der Ausscheidungsfunktion der Nieren  

Normbereiche:
 
Männer 10-40 mg/dl (2,2-6,7 mmol/l) 
Frauen    23-44 mg/dl (3,8-7,3 mmol/l)  
 
Erhöhung der Harnstoff-Konzentration im Blut: 

  • fortgeschrittenes Stadium von Nierenfunktionsstörungen
  • wenn die Nierendurchblutung durch Schock oder Herzschwäche eingeschränkt wird
  • Schädigung des Nierengewebes durch Steine oder Tumoren
  • bei Fieber, Verbrennungen 
  • Arzneimitte/Gifte: 
    • Schmerzmittel (Analgetika)
    • Entzündungshemmer (Antiphlogistika) 
    • Antibiotika 
    • Entwässerungsmittel (Diuretika) 
    • Krebsmedikamente (Zytostatika) 

Wichtig:  

  • Generell ist die Bestimmung des Harnstoffs im Blut nur ein unspezifischer und unsensibler Parameter zur Beurteilung der Filterfunktion der Nieren, da die Spiegel erst ansteigen, wenn mehr als die Hälfte aller Nierenfilter geschädigt sind. 
  • Sie dient der Überwachung einer eiweiß reduzierten Diät.
  • Dies gilt auch für die Kontrolle der Harnstoffausscheidung im Urin.  

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