Kalium

 

98 Prozent der gesamten Kaliummenge des Menschen befindet sich in den Zellen. Daher ist die Bestimmung der Kaliumkonzentration im Blut kein ausreichender Repräsentant der Kaliumbilanz des Organismus - sie spiegelt maximal zwei Prozent des Gesamtkaliums wieder! 

Normbereich:              3,6 - 5,4 millimol/l 

Normale oder erhöhte Werte im Serum besagen daher noch nicht, daß auch die Zellen einen normalen bzw. vermehrten Kaliumgehalt haben. Im Verdachtsfall prüft der Arzt die Funktion kaliumempfindlicher Organe. Das Elektrokardiogramm (EKG) ist hierfür das ideale Verfahren. Denn erhöhte Kalium-Spiegel verändern die Erregungsleitung innerhalb des Herzmuskels.  
Im klinischen Alltag beobachtet man jedoch viel häufiger zu geringe Kalium-Werte!

Verminderung der Kalium-Konzentration durch: 

  • Erbrechen, Durchfall, nach Magen-Darm-Operationen
  • Abführ- oder Entwässerungsmittel (Diuretika) 
  • Bei Insulin-Therapie stark erhöhter Glucosespiegel, denn mit der Glucose wird auch Kalium in die Zellen aufgenommen. Folglich sinkt der Kalium-Spiegel im Blut deutlich ab. 
  • Arzneimittel/Gifte: 
    • Diuretika 
    • Kortison 
    • Antibiotika (Amphotericin B, Carbenicillin) 
  • übermäßiger Verzehr von Lakritz 

Erhöhung der Kalium-Konzentration: 

  • bei übermäßigen Kalium-Ersatz im Verlauf einer Behandlung mit Entwässerungsmitteln (Diuretika) 
  • Postoperativ und nach Verbrennungen werden erhebliche Mengen Kalium in die Blutbahn eingeschleust.
  • bei schwerer Nierenfunktionsstörung 
  • Arzneimittel 

Eine Kalium-Bestimmung ist wichtig (!) bei: 

  • Niereninsuffizienz
  • kardiologischer Therapie 
  • Störungen der Nebennierenrinde 
  • Verdacht auf Mißbrauch von Abführmitteln 

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