Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) 

 

Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind in unterschiedlichen Zelltypen zusammengefaßt (siehe unter: Differentialblutbild), die ihre Aufgaben als "Abwehrtruppe" des Organismus in den verschiedenen Körpergeweben erfüllen: Sie schützen den Menschen vor schädigenden Einflüssen und entfernen eingedrungene Fremdkörper wie Bakterien, Viren oder Pilze. Von ihrem Bildungsort im Knochenmark erreichen die Leukozyten auf dem Blutweg die verschiedenen Gewebe. Dort gehen sie nach nur kurzer Zeit zugrunde. Daher finden sich nur 50 Prozent aller im Organismus vorhandenen weißen Blutkörperchen im Gefäßsystem.  

 Normbereich: 4300-10000 / mm3  

Erhöhung der Leukozyten findet man bei:  
- Infektionen, Entzündngen (bis 30000/mm3 und mehr)  
- Knochenmarkerkrankungen (Leukämie)  
- bösartigen Tumoren  
- Bewußtlosigkeit (Koma)  
- Verbrennungen  
- Schockzuständen  
- Myokardinfarkt  
- Akutem Blutverlust  
- Streß  

Verminderung der  Leukozyten findet man bei:  
- Grippe, Masern, Röteln, Typhus, Sepsis  
- Strahlen- und Krebstherapie  
- bestimmten Arzneimitteln  

Wichtig:  

  • Die häufigste Ursache für eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose) sind Infektionen.
  • Leukozytenzahlen von 4000 bis 2500 pro mm 3 werden als grenzwertig krankhaft, unter 2500 pro mm3 als sicher krankhaft eingestuft. Meist sind Medikamente oder Erkrankungen des Knochenmarks die Ursache.

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