Triglyceride

 

Die Triglyceride sind ein Gemisch aus hunderten unterschiedlichen Kombinationen des Fettmoleküls Glycerin und Fettsäuren. Sie dienen den Zellen als Brennstoff für die Energiegewinnung.
Ein Teil von ihnen wird vom Organismus selbst gebildet. Die höheren ungesättigten Fettsäuren müssen allerdings mit der Nahrung aufgenommen werden.

Normbereich: 35 - 180 mg/dl

Erhöhung der Triglycerid-Konzentration: 

  • genetisch, familiär bedingt 
  • bei 50 Prozent aller Diabetiker 
  • bei vielen Organ- oder Systemerkrankungen: 
    • Lebererkrankungen 
    • Nierenerkrankungen 
    • Unterfunktion der Schilddrüse 
    • Gicht 
    • Bauchspeicheldrüsenentzündung 
  • Arzneimittel/Gifte: 
    • Betablocker 
    • Entwässerungsmittel (Diuretika) 
    • "Pille" 
    • Alkohol 

Wichtig: 

  • Die Bestimmung der Triglyceride dient zur Früherkennung von genetisch bedingten Fettstoffwechselstörungen. 
  • Die zufällige Feststellung einer Triglycerid-Erhöhung ist immer Anlaß für die Überprüfung der anderen Fettwerte.

    Obwohl viele Herzinfarktpatienten erhöhte Triglyceridwerte aufweisen, ist der Stellenwert dieser Fette als Risikofaktor der Koronaren Herzkrankheit immer noch umstritten. Allerdings mehren sich in jüngster Zeit die Hinweise, daß erhöhte Triglyceridspiegel im Blut für Frauen (weniger für Männer) als unabhängiger Risikofaktor für die Koronare Herzkrankheit angesehen werden müssen. Nach einer norwegischen Studie (1993) mit 24.500 Frauen nahm die Sterblichkeit mit steigenden Triglyceridspiegeln zu. Diese Untersuchung wird jedoch nicht der Schlußpunkt der wissenschaftlichen Diskussion sein.

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