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 Die Prostata

Jeder Mann hat sie und doch kennt sie kaum einer wirklich... 

Die unbekannte Kastanie Welche Beschwerden treten auf?
Prostata-Erkrankung: was ist das eigentlich? Welche Untersuchungen führt der Arzt durch?
Was tun bei gutartiger Prostatavergrößerung? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wann spricht man von einer gutartigen Prostatavergrößerung? Worauf sollten Sie bei fortgeschrittener Prostatavergrößerung achten?
Wie bekommt man eine vergrößerte Prostata? Was können Sie selbst tun?

Die unbekannte Kastanie

Die Prostata ist, wie so oft in der Natur, eine kleine Überraschung. "Klein" ist wörtlich gemeint. Die Prostata ist eine Drüse in der Größe einer Kastanie, in der Samenleiter und Harnröhre zusammenlaufen. Bei gutartiger Prostata-Erkrankung ist eine Ausdehnung auf etwa fünf- bis sechsfache Größe möglich. 

Die Prostata ist wichtig: Man muß sich ihre Funktion etwa wie ein "Mischventil" vorstellen. Sie mischt bestimmte Sekrete in die Samenflüssigkeit, so daß sie den größten Teil der Samenflüssigkeit ausmachen.

Zudem sorgt ein kleiner Schließmuskel dafür, daß sie als "Rückschlagventil" arbeitet. Es sorgt dafür, daß keine Samenflüssigkeit in die falsche Richtung fließt. Dabei umschließt die Prostata die Harnröhre etwa so, als würde mitten durch eine geschälte Apfelsine ein Strohhalm führen. 

Wächst nun die Prostata, dann nicht nur nach außen; sie kann sich auch nach innen ausdehnen, da wird`s natürlich eng und enger. 

Das bedeutet einerseits, daß der Harn nicht mehr frei fließt, also durch eine immer enger werdende Leitung verlangsamt wird oder nur tröpfelt. Die Blase kann so immer schwerer vollständig entleert werden, der Restharn verursacht Harndrang. Die gewachsene Prostata kann auch gegen die Harnblase drücken, auch so kann ein Harndrang-Gefühl entstehen.

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Prostata-Erkrankung: was ist das eigentlich?

  • Häufiger Harndrang, besonders in der Nacht 
  • Schwach verlaufende Blasenentleerung: es dauert lange und fließt nur schwach 
  • Oft bleibt ein Gefühl, als wäre die Blase nicht ganz leer (Restharn-Gefühl) 
  • Es tröpfelt nach, obwohl man glaubt, fertig zu sein 
  • Es schmerzt oder brennt beim Wasserlassen 
  • Häufig auch Schlappheit, kein Wohlbefinden, Nachlassen des Sexuallebens (die meisten Männer sind sehr verunsichert und "trauen" sich weniger als früher) 

 

Älter werden will jeder. Die Prostata-Erkrankung gehört oft genug dazu. 

Es trifft fast jeden irgendwann 

  • ca. 50% der 40-50jährigen
  • ca. 75% der 60-80jährigen
  • ca.90% der über 90jährigen 

Wenn sich die Prostata verändert, dann meist ab dem fünften Lebensjahrzehnt. Männer, die um die vierzig sind, können erstmals betroffen sein. Bei den bis zu 60jährigen Männern hat fast die Hälfte eine Prostata-Erkrankung. Männer zwischen 60 und 80 sind schon zu etwa Dreiviertel betroffen, über 90jährige Männer zu ungefähr 90%.

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Was tun bei gutartiger Prostatavergrößerung? 

Was ist die Prostata? 

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein kastaniengroßes Organ, das zu den männlichen Geschlechtsorganen gehört. Sie sitzt unterhalb der Blase und die Harnröhre zieht durch sie hindurch. Ihre genaue Funktion ist nicht völlig geklärt. Man weiß nur, dass die Prostata eine leicht alkalische Flüssigkeit absondert, die dem männlichen Samen beim Samenerguß (Ejakulation) beigemischt wird und für die Beweglichkeit der Samenzellen wichtig ist. 
Die Harnröhre leitet den Urin von der Blase durch den Penis nach außen ab. Zwar verläuft die Harnröhre teilweise durch die Prostata, trotzdem hat die Vorsteherdrüse normalerweise keinen wesentlichen Einfluss auf die Harnentleerung. Wenn sich die Prostata allerdings vergrößert, können Probleme an den Harnwegen auftreten. 

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Wann spricht man von einer gutartigen Prostatavergrößerung?

Aufgebaut ist die Prostata aus Drüsenkanälchen, die das Prostatasekret produzieren. Zugleich besitzt sie neben zahlreichen Bindegewebsfasern auch reichlich Muskelzellen, die dazu dienen, das Sekret während des Orgasmus auszupressen und die Harnröhre nach hinten abzuschließen; so wird verhindert, dass der Samen in die Blase gelangt. 
Bei Kindern ist die Drüse sehr klein und inaktiv. Im Verlauf der Pubertät wächst sie dann auf etwa die doppelte Größe an und nimmt dabei ihre Funktion auf. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es bei vielen Männern zu einer weiteren, zwar zumeist sehr langsamen, dafür aber stetigen Vergrößerung der Prostata.

Das Prostatawachstum beginnt im Zentrum des Organs, dort, wo es von der Harnröhre durchzogen wird. Hierdurch wird die Harnröhre allmählich immer mehr zusammengedrückt. Bis auf das Fünffache des Normalgewichts kann die Prostata zunehmen. Im Fachjargon bezeichnet man diese gutartige Prostatavergrößerung auch als "Prostata-Adenom" oder "benigne Prostatahyperplasie", kurz BPH
Über die Ursachen des Zellwachstums herrscht nach wie vor Unklarheit. Aus verschiedenen Beobachtungen schließen die Fachleute bisher lediglich, daß männliche Sexualhormone eine Rolle spielen. 
Kein Zweifel besteht daran, daß die gutartige Prostatavergrößerung eine völlig andere Erkrankung als der Prostatakrebs ist. So entstehen bei Krebs meist am äußeren Teil der Prostata bösartige Zellen, die sich dann vermehren und in umliegendes Gewebe einwachsen können. 

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Wie bekommt man eine vergrößerte Prostata?

Eine vergrößerte Prostata ist keineswegs eine Seltenheit. Im Gegenteil, dieses Leiden zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Mannes überhaupt. So sind in unseren Breiten allein 50 Prozent der Männer zwischen 40 und 60 Jahren betroffen. Unter den 60 bis 80 jährigen sind es bereits drei Viertel, und im Alter über 80 Jahren leiden neun von zehn Männern darunter.

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Welche Beschwerden treten auf?

Nicht alle Männer mit einer vergrößerten Prostata haben auch Beschwerden. Hier hat offenbar das Zusammenspiel der Muskulatur in der Blasenwand mit dem Schließmuskel am Blasenausgang eine mitentscheidende Rolle. Die Schwierigkeiten, die bei Prostatavergrößerung auftreten können, spielen sich nicht an der Prostata selbst ab, sondern sie sind bedingt durch die zunehmende Einengung der Harnröhre. Dies behindert das Wasserlassen, was schließlich eine Reihe typischer, oft auch belastender Symptome hervorruft. 
Am häufigsten kommt es zu verzögertem Start bei der Harnentleerung, schwachem Harnstrahl und Nachträufeln. 
Wichtig ist, daß die Blase zunehmend nicht mehr vollständig entleert werden kann. Es verbleibt dann ein Rest Urin in der Blase, der sogenannte Restharn. Das erklärt, warum man häufiger, aucht Nachts, Wasser lassen muss. 

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Welche Untersuchungen führt der Arzt durch?

Ein derartiges Beschwerdebild ist bereits sehr charakteristisch für eine gutartige Prostatavergrößerung. Zur exakten Beurteilung der Symptome und ihres Schweregrades gibt es inzwischen einen sogenannten "Internationalen Prostata-Symptom-Score" (IPSS). Er hilft dem Arzt, das Ausmaß der Erkrankung genau festzulegen, auch lässt sich der Effekt einer Behandlung auf das Beschwerdebild klarer objektivieren. Erarbeitet wurde dieser spezielle Dokumentationsbogen von einem Expertengremium unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation. 
Meist wird Ihr Arzt noch weitere Untersuchungen anschließend, beziehungsweise regelmäßig wiederholen. Einige sollen hier kurz angesprochen werden. Welche dieser Untersuchungen allerdings in Ihrem speziellen Fall erforderlich sind und wie häufig, kann nur Ihr Arzt entscheiden. Oft reichen wenige Routineuntersuchungen aus. 
Da die Prostata in unmittelbarer Nähe zum Enddarm liegt, kann der Arzt mit einer Tastuntersuchung am Enddarm Größe und Beschaffenheit des Organs näher beurteilen. Diese Untersuchung kann von manchen Patienten zwar als unangenehm empfunden werden, sie ist aber vollkommen harmlos. Zudem ist sie fester Bestandteil des jährlichen Vorsorge-Checkups, an der jeder Mann ab 45 Jahren teilnehmen kann.
Ebenfalls hilfreich ist eine Harnuntersuchung, mit der beispielsweise Entzündungen der Harnwege aufgedeckt werden können. Von einer Blutprobe erhält man unter anderem wichtige Hinweise auf die Nierenfunktion.
Näheres über die Harnentleerungsfunktion erfährt der Arzt durch eine Harnstrahlmessung. Mit einer Ultraschalluntersuchung des Unterbauchs lässt sich unter anderem der Restharn bestimmen und die Größe der Prostata genau ausmessen. 
Zur spezielleren Untersuchung dienen Röntgenuntersuchungen und die Harnwegsspiegelung, die nur in besonderen Fällen durchgeführt wird. Dies trifft auch für die Gewebeentnahme zu, mit der eventuell bösartige Zellen aufgedeckt werden können. 

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Von alleine kommt das Wachstum des Prostatagewebes in der Regel nicht zum Stillstand. Leider gibt es aber bis heute kein Medikament, das einem gutartigen Prostatawachstum von vornherein vorbeugen kann. 
Seit neuerem weiß man, daß auch bestimmte Medikamente, die normalerweise zur Behandlung des hohen Blutdrucks eingesetzt werden, eine spürbare Besserung der Prostatabeschwerden herbeiführen können (sogenannte Alpha-1-Blocker). Der positive Effekt hängt mit der muskelentspannenden Wirkung dieser Arzneimittel zusammen. Ein Großteil der typischen Prostatabeschwerden entsteht nämlich, weil sich die Muskulatur der vergrößerten Prostata und des Blasenausgangs zusammenzieht. Das drückt dann noch weiter auf die Harnröhre. Die oben genannten Mittel wirken nun gerade auf diese Muskelregionen in Prostata und Blase entkrampfend, was den Harnfluss spürbar verbessert und dem Patienten relativ schnell Erleichterung bringt.

Eine nachhaltige Besserung mit weitgehender Beschwerdefreiheit lässt sich besonders bei fortgeschrittener Erkrankung auf chirurgischem Weg erzielen. Dabei wird überschüssiges Prostatagewebe aus dem Harnröhren-Blasen-Bereich entfernt, so daß die Blasenentleerung wieder reibungslos funktionieren kann. Dieser Eingriff erfolgt heutzutage meistens direkt über die Harnröhre (transurethrale Prostataresektion). Wenn die Prostata allerdings schon sehr groß ist, wird meist eine Operation erforderlich. 

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Worauf sollten Sie bei fortgeschrittener Prostatavergrößerung achten?

Je weiter die Erkrankung fortschreitet, das heißt, je stärker sich die Prostata vergrößert, desto eher ist mit Beschwerden zu rechnen - und desto eher können auch Komplikationen auftreten. Hierzu zählen insbesondere Entzündungen der Harnwege sowie der sogenannte "Harnverhalt", bei dem man plötzlich gar kein Wasser mehr lassen kann.
Die erhöhte Gefahr von Entzündungen, sogenannten Harnwegsinfektionen, kommt zustande, weil sich infolge der verminderten und unvollständigen Blasenentleerung leichter Keime in den unteren Harnwegen festsetzen können, die Entzündungen hervorrufen. Verdacht auf einen Harnwegsinfekt besteht, wenn man Brennen und verstärkt Schmerzen beim Wasserlassen verspürt. Insbesondere wenn erhöhte Temperatur oder Fieber sowie ein allgemeines Schlappheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, damit eine Infektion baldmöglich behandelt wird. Das ist sehr wichtig, weil unbehandelte Harnwegsinfektionen bis zu den Nieren aufsteigen und schlimmstenfalls Nierenschäden verursachen können.
Auch Anzeichen eines "Harnverhalts" (Harnsperre), der in seltenen Fällen möglich ist, müssen Sie ernst nehmen. 
Der Harndrang nimmt aber immer stärker zu, weil sich die Blase von der Niere her weiter mit Urin anfüllt. Man leidet unter Schweißausbrüchen und fühlt sich sehr elend. In solch einem Fall müssen Sie ebenfalls rasch den Arzt oder eine nahe gelegene Klinik aufsuchen, damit die prall gefüllte Harnblase mit Hilfe eines Katheters bald entleert werden kann. Meist müssen auch weitere Therapiemaßnahmen angeschlossen werden. 

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Was können Sie selbst tun?

Natürlich sollten Sie auf jeden Fall die Anordnungen des Arztes befolgen, auch was eine eventuelle Medikamenteneinnahme betrifft. Darüber hinaus aber gibt es einige allgemeine Ratschläge, die es lohnt zu beherzigen: 

  1. Treiben Sie Sport, oder versuchen Sie zumindest, sich ausreichend körperlich zu bewegen. Das fördert die Durchblutung und wirkt entspannend, auch auf die Prostata.
     
  2. Vermeiden Sie langes Sitzen, vor allem in der Kälte, wie im Auto oder auf dem Motorrad. Legen Sie deshalb auf langen Fahrten öfter Bewegungspausen ein. 

  3. Schützen Sie sich auch vor Durchnässung und nasser Kälte, zum Beispiel im Schwimmbad. Denn Nässe und Kälte können Verkrampfungen der Prostatamuskeln provozieren und Harnentleerung akut behindern.
     
  4. Trinken Sie immer genug Flüssigkeit, damit die Harnwege möglichst gut "durchgespült" werden und es nicht zu übermäßig langem Verweilen von Urin in der Blase kommt. Außerdem wird das Wasserlassen "trainiert". 

  5. Sorgen Sie außerdem für regelmäßigen Stuhlgang und versuchen Sie dabei, Verstopfung zu vermeiden. Das ist wichtig, weil durch sehr starkes Drücken beim Stuhlgang Harnröhre und Blasenausgang zusammengedrückt werden können. Und das erschwert das Wasserlassen. Um eine regelmäßige Darmtätigkeit zu gewährleisten, reicht es fast immer aus, sich gesund, das heißt vitamin- und ballaststoffreich, zu ernähren und sich regelmäßig körperlich zu bewegen. 
 
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