Medikamentenbedingte Kopfschmerzen

Für die Betroffenen sind medikamenten-induzierte Kopfschmerzen oft ein Teufelskreis, aus dem es allein fast kein Entrinnen gibt. Häufig hilft nur ein konsequenter Entzug.

Migränepatienten trifft es gleich doppelt. Ihre Schmerzattacken beeinträchtigen nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden, sondern hemmen auch ihre Leistungsfähigkeit im Beruf, stören das Familienleben und verhindern nicht selten eine genußvoll erlebte Freizeit. Über Jahre fürchten sie, ihrer Migräne hilflos ausgeliefert zu sein.

Einem Teil der Patienten gelingt es nicht, die gefürchteten Schmerzattacken mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Oft versuchen Migränepatienten mit allen Mitteln, ohne ärztliche Hilfe die Beschwerden zu kontrollieren, zum Beispiel durch Einnahme von Analgetika. Unerwünschtes Ergebnis ist ein medikamenten-induzierter Kopfschmerz, zusätzlich zu den ursprünglichen Beschwerden.

Für die meisten Betroffenen gibt es kaum noch schmerzfreie Tage. "Diffus, drückend und pulsierend" beschreiben die Patienten den Dauerkopfschmerz, der sie meist schon morgens beim Aufwachen plagt. Sie geraten in einen Teufelskreis der Abhängigkeit, dem sie allein ohne ärztliche Hilfe und Beratung in der Apotheke kaum entkommen können.

Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft hat in einer Klassifikation erarbeitet, was einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz kennzeichnet. Ein wichtiges Leitsymptom dieses Kopfschmerzes ist beispielsweise, daß die Beschwerden fast täglich auftreten. Der chronische Medikamentenkopfschmerz quält die Patienten an mindestens 15 Tagen im Monat. Von der Migräne unterscheidet er sich vor allem durch die fehlenden Schmerzattacken. Die Schmerzintensität ist mäßig stark. 

Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer

Bei Frauen findet sich der medikamentenbedingte Kopfschmerz wesentlich öfter als bei Männern, die Häufigkeitsangaben liegen zwischen 5:1 bis 12:1. Typisch ist, daß es zwischen zwei bis zehn Jahre dauert, bis sich das Vollbild entwickelt hat, bei dem tägliche Kopfschmerzen die Regel sind. Außer der täglichen Einnahme von Medikamenten ist offenbar auch eine individuelle Empfindlichkeit von Bedeutung. 

Monosubstanzen führen nur selten zum Dauerkopfschmerz 

Die Einnahme von Monosubstanzen wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen führt nur selten zum Dauerkopfschmerz.

Die Mechanismen, die dem Medikamentenkopfschmerz zugrunde liegen, sind weitgehend ungeklärt. Bei Einnahme von Mutterkornalkaloiden entstehen Kopfschmerzen beispielsweise besonders dann, wenn deren Spiegel im Blut absinkt - der Patient glaubt, eine Migräneattacke stünde bevor, und nimmt vorsorglich wieder Medikamente ein.

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